Gute Nacht, es ist Freitag 13.12.2019. Heute feiert den Namenstag Lucie, morgen Lýdie.

Ein Dorfbewohner bemerkte einmal, dass das Wasser im Waldbrunnen stinkt. Er ruft die  Gerichtsschulzen mit den zwölf Ratsherren zum Brunnen, die dort aber nur die Streu und zerbrochene Eier fanden. So riefen sie einen gebildeten Mann aus Prag und zeigten ihn den dem Brunnen. Der Mann entdeckte dort mit einem Vergrößerungsglas ein wildes Tier. Die Leute vermuteten, dass es ein Geist ist, den sie schon früher im Wald beobachteten. Sie losten also zwei Bauern aus, die einen nach dem anderen mit einem Stock in den Brunnen herunter ließen, damit sie das Ungeheuer töteten. Die beiden zogen schrecklich behaarte Hände in den Brunnen hinein. Nach einigen Jahren fand man den Hut des ersten Bauern mit einem Zettel, dass die Befreiung der beiden Männer möglich ist, wenn sich jemand in den Brunnen herunter lässt und das Tier tötet. Es wagte sich die Frau des zweiten Bauern. Mit der Mistgabel bewaffnet stieg sie in den Brunnen ein. Es gelang ihr nicht, das Tier zu töten. Erst zum zweiten Mal, als sie aus dem Brunnen heraus kam und zum Schlag ausholte, tötete sie das Ungeheuer. Beide Bauern wurden befreit. Einer von ihnen erzählte, wie er sich um das Tier kümmern musste. Die beiden mussten viel Leid ertragen. Die Freude von der Rücklehr dauerte aber nicht lange. Die mutige Bäuerin wurde so geschwächt, dass sie vor Sonnenuntergang, starb.